Was Parasiten für Ihren Hund und Ihre Katze bedeuten

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Parasiten sind die Haustiere, auf die Sie gut verzichten könnten. Haben Sie aber einen Hund oder eine Katze, Meerschweinchen, Kaninchen, Ratten oder Ponys und Pferde, dann sind auch die Parasiten mit an Bord. Erfahren Sie in diesem Artikel, wozu diese winzigen Lebewesen dienen und welche Wirkung sie auf Ihre Haustiere haben können.

Wozu sind Parasiten gut?

Es gibt Ektoparasiten, die sich auf der Haut tummeln und Endoparasiten, die im Körper leben. Diese Parasiten leben auf Kosten ihres Wirts.

Bestimmt stellen auch Sie sich die Frage: wozu dienen diese kleinen Tiere, und warum existieren sie?

In der Biologie ergibt diese Frage keinen Sinn. Auf unserer Erde entsteht dort Leben, wo es Energie und Materie gibt. Auf dem Gras weiden Wiederkäuer, die von Löwen gefressen werden etc. Und natürlich muss man davon ausgehen, dass auf der Haut oder in der Leber genug Materie vorhanden ist, dass andere Lebewesen dort Fuss fassen können. 

Wenn das geschieht, dann hat es Folgen für den Wirt (das Haustier) der die Parasiten beherbergt. Dazu kommt, dass alte und kranke Tiere öfter Flöhe haben, als junge. Der Parasitenbefall verschlimmert deren Gesundheitszustand nochmals. In der Natur fördert dieser Selektionsdruck die jungen, kräftigen Tiere. Ohne Parasiten hätten unsere Haustiere ein schöneres, längeres Leben.

Kieferläuse sind 1,5 mm lang. Das Weibchen legt etwa hundert Eier, die an den Haaren kleben bleiben. Mit ihren Mundwerkzeugen können Sie in die Haut kneifen und sich so ernähren. Das tut weh.

 

Kieferläuse sind 1,5 mm lang. Das Weibchen legt etwa hundert Eier, die an den Haaren kleben bleiben.

Mit ihren Mundwerkzeugen können Sie in die Haut kneifen und sich so ernähren. Das tut weh.

Woher kommt der Begriff Parasitismus?

Etymologisch gesehen, ist der Begriff «Parasit» sehr alt; er bezeichnete im antiken Griechenland den Priester, der die Opfergaben («para»: neben, «sitos»: Weizen oder Brot) einsammelte. Diese Priester nutzten die Gelegenheit, um dabei zu essen und zu trinken und bedienten sich manchmal auch mehr als nötig. So bezeichnet der Begriff "Parasitismus" analog die biologische Beziehung zwischen zwei Organismen, von denen einer (Parasit) sich auf Kosten des anderen (Wirt) ernährt, schützt oder fortpflanzt. Sogar Parasiten haben ihre eigenen Parasiten.

Forscher haben sogar den Verdacht, dass der Selektionsdruck der Sexualität der männlichen Tiere, mit dem Parasitismus im Zusammenhang stehen könnte. Bei den Vögeln begünstigt er eine andere Selektionsform, und zwar die Schönheit des Gefieders der männlichen Tiere! Denn die Weibchen suchen gesunde Männchen ohne Krankheiten und ohne Parasiten. Wenn diese Männchen dann noch schön sind, fällt ihnen die Wahl noch leichter. Damit kommen wir von unserem Thema ab, aber vielleicht sehen Sie den Parasitismus dadurch mit etwas anderen Augen?

Die Parasiten haben zum Überleben aussergewöhnliche Tricks gefunden. Einige besetzen Insekten wie Fliegen, Mücken oder blutsaugende Zecken (die sich im Allgemeinen vom Blut der Säugetiere ernähren) und nutzen den Stich, um sich zu ernähren.

 

Die Tigermücke ist im Tessin gefunden worden.

Wenn sie ein Tier sticht, das infiziert ist, wird sie Träger und gibt diese Krankheit z. B. dem Menschen weiter.

Mücken und Zecken können Parasiten übertragen

In der Maus, im Hasen, aber auch im Fuchs, der Katze, dem Hund, dem Menschen usw. wachsen diverse Parasiten oder ihre Larven heran und können sich sogar in verschiedenen Organen fortpflanzen. Diese so genannten vektorübertragenen Krankheiten nehmen insbesondere in den südeuropäischen Ländern zu (diese Krankheiten brauchen einen Vektor = Krankheitsüberträger wie z. B. ein geflügeltes Insekt oder eine Zecke). 

Zu diesen Krankheiten gehören die Leishmaniose und Dirofilariose, die durch Mücken übertragen werden, sowie die Ehrlichiose, die Anaplasmose, die Borreliose und die Hepatozoonose, deren Überträger die Zecken sind. Es handelt sich um schwere Erkrankungen, die nur schwierig zu behandeln sind. Deshalb müssen wir versuchen, sie zu verhüten.

Verwenden Sie dafür Produkte, die eine abstossende Wirkung auf die Überträger haben oder giftig für sie sind. Die Prävention dieser Krankheiten ist schwierig, aber versuchen Sie, Ihren Hund in bestimmten Regionen nicht nach Einbruch der Dunkelheit auszuführen. Meiden Sie Zeckengebiete und suchen Sie Ihr Tier nach einem Spaziergang immer gut ab.

Läuse, Flöhe, Milben: Ektoparasiten

Die Ektoparasiten bekommt man durch direkten Kontakt. Dies sind Läuse, Mallophagen, Flöhe, Ohr- und Herbstmilben. 

Ein Floh legt den ganzen Tag Eier, die nicht nur auf dem Tier bleiben, sondern auch auf den Boden fallen. Aus den Eiern schlüpfen Larven, die monatelang zwischen den Spalten in Parkettböden leben. Dort verpuppen sie sich und werden zu Flöhen. Der Zyklus kann Monate dauern. Diese Parasiten bekämpfen Sie durch diverse Hygienemassnahmen. Ausserdem müssen Sie beim geringsten Verdacht reagieren, damit diese Parasiten keine Zeit haben, sich einzunisten.

Prävention und Hygiene sind unverzichtbar, um sich vor Ektoparasiten zu schützen.

Zur Vorbeugung gibt es auch natürliche Lösungen wie z. B. ätherische Öle, ANiFiT Spray Anti-Zeck, Tickless aber auch andere Substanzen, die die Ektoparasiten stören, ohne die Eigentümer oder die Umwelt zu stark zu beeinträchtigen. Darüber hinaus werden chemische Produkte angeboten, die Flöhe und Zecken töten. Diese Parasiten leben mit uns Menschen und den Tieren schon seit Anbeginn der Zeit. Ihnen ist nur mit guten Hygienemassnahmen beizukommen.

 

Der erwachsene Floh der Gattung Ctenocephalides misst 8 mm.

Der Floh frisst täglich, wenn er kann, kann aber auch 1 Jahr ohne Nahrung überleben.

Würmer: Nematoden

Auch die folgenden Parasiten dürfen nicht vergessen werden: Rundwürmer und Plattwürmer.

Die als Nematoden bezeichneten Rundwürmer haben einen recht einfachen Zyklus. Sie werden grösstenteils durch den Kot der Tiere übertragen, oder wenn kleine Beutetiere (Mäuse etc.) von Fleischfressern gefressen werden.

Eine grosse Ansteckungsgefahr besteht somit für Hunde, die beim Spaziergang alles fressen, was sie finden. Eine gute Prävention ist in diesem Fall, die Hunde daran zu hindern, Kothaufen oder Kadaver von Kleinsäugern zu fressen. Es gibt aber auch natürliche Produkte wie Naturkraft Pro-1, die das Darmmillieu so verändern, dass die Parasiten sich darin nicht mehr wohl fühlen. Ob ein Hund Würmer hat, kann im Labor mit einer Kotuntersuchung festgestellt werden. So muss das Tier nicht unnötig chemisch entwurmt werden. Ist er jedoch befallen, ist eine chemische Entwurmung zu empfehlen. Es gibt auch natürliche Produkte, lassen Sie sich gut beraten.

Bei Hunden findet man häufig Spulwürmer. Diese Nematoden haben verschiedene Tricks entwickelt, um zu überleben. Sie haben einen direkten Zyklus: Die Eier, die sie jeden Tag zu Tausenden ablegen, vermischen sich mit dem Kot und bleiben manchmal am Anus kleben. Wenn der Hund oder die Katze sich leckt, kommt es zu einem erneuten Befall. Kinder, die ihre Tiere streicheln und sich ihre Finger in den Mund stecken, können sich ebenfalls infizieren.

Eine andere erfolgreiche Infektionsstrategie ist der Übergang von der Mutter auf den Fötus in der Gebärmutter oder auf das Junge durch die Muttermilch. Wenn eine Mutterhündin Würmer hatte, ist es also ratsam, die Jungen zu entwurmen, sobald sie entwöhnt sind oder wenn sie die erste Impfung erhalten.

  

 

Rundwürmer der Familie Ascaris, sichtbar im Kot nach der Entwurmung eines Hundes.

 

Bestimmte Nematoden haben eine andere Lebensweise gewählt. Dirofilaria immitis, der Herzwurm, lebt im Blut und lässt sich durch Mücken von einem Organismus auf den anderen übertragen. Im Blut der Säugetiere kann er so gross werden, dass er nicht mehr zirkulieren kann und sich im Herz festsetzt. Ihn zu töten, wenn er grösser als 10 cm ist, ist gefährlich, denn er kann dann die Venen verstopfen.

Aufgrund der Erderwärmung, aber auch wegen der grösseren Mobilität der Menschen und ihrer Begleiter auf vier Pfoten, sind neue Nematoden aufgetreten. Dirofilaria repens, der Hundehautwurm, ein anderer durch Mücken übertragener Fadenwurm, nistet sich in der Haut ein. Der Angiostrogylus setzt sich in der Lunge und im Herzen fest. Dieser in der Schweiz noch seltene Parasit, wird wahrscheinlich durch Füchse verbreitet, die in unsere Gärten eindringen und Schnecken fressen, welche diese Würmer in sich tragen, die sie wiederum im Fuchskot gefunden haben, und so schliesst sich der Kreis.

Lässt man den Kot analysieren, erkennt man die Nematoden - erwachsene Tierchen, aber auch Eier oder Larven.

Dr. med. vet. Michel Fellrath, Tierarzt und Biologe, Cernier


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